Herzlich willkommen auf der Homepage von Stadtmarketing Idar-Oberstein e.V.

Stadtmarketing: Was ist das?

Jede Stadt ist anders. Jede Stadt hat ihre eigenen Sorgen und Nöte. Und immer wieder stehen neue Veränderungen an, die es zu bewältigen gilt.

Und doch sind es häufig ähnliche Themen, um die gestritten wird, die diskutiert und dann gemeinsam angegangen werden müssen. Egal ob es sich um den Bau eines wichtigen öffentlich genutzten Gebäudes handelt, die Ansiedlung von Unternehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und damit Kaufkraft, um Gewerbegebiete oder Wohngebiete ... und dann kommt noch der Wettbewerb mit den umliegenden Kommunen hinzu: wir eifern um Kunden, Wohnbevölkerung oder Betriebsansiedungen. Stichworte wie „demographischer Wandel“ fallen und lassen den interessierten Bürgen mitunter an der Zukunft seiner Heimat zweifeln.

Jede Stadt ist zwar anders, aber dennoch stehen Städte heute zunehmend in Konkurrenz zueinander. Ähnlich wie Unternehmen betreiben sie daher Marketing: Stadtmarketing. Allerdings unterscheidet sich Stadtmarketing wesentlich von dem klassischen Marketing eines Unternehmens, aber das Ziel ist gleich: Wir wollen und müssen uns positionieren, um zukunftsfähig zu sein.

Dabei kann Stadtmarketing ganz unterschiedliche Formen annehmen. Sowohl in der Struktur, der Organisation, z.B. der Einbettung an die Verwaltung oder den Handel, aber auch wie Stadtmarketing betrieben wird. In den letzten Jahren ist eine Vielzahl von Stadtmarketingvereinen nah und fern entstanden. Einige erregen große Aufmerksamkeit durch ihre Maßnahmen, andere beschränken sich auf die Weihnachtsbeleuchtung der Einkaufsstraßen.

Viele der Ziele sind mit Visionen für eine Stadt verbunden. Wir brauchen Visionen, aber wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, welche Ziele wir bis dahin realistisch erreichen können.

Stadtmarketing kann nur funktionieren, wenn alle am Wohl einer Stadt Interessierten und Betroffenen zu Beteiligten gemacht werden können. Nur wenn Wirtschaft, Politik und Bewohner einer Stadt an einem Strang ziehen, kann eine Region weiterentwickelt werden. Dies sollte das Ziel unserer Bemühungen sein.

Wir in Idar-Oberstein betreiben seit 12 Jahren Stadtmarketing, seit 1999 gibt es den Verein Stadtmarketing Idar-Oberstein e.V. Der Verein ist organisatorisch und personell eng an die Verwaltung angebunden.

Der Verein hat große Anstrengungen unternommen, um eine solide Datengrundlage zu schaffen. Hierfür wurden verschiedene Gutachten erstellt, z.B. das Handelsgutachten im Jahr 2001 mit einer Vollerhebung des innerstädtischen Handels und eine repräsentativen Konsumentenbefragung. Auch eine Standortanalyse- und Konzeption mit einem städtebaulichen Schwerpunkt wurde in Auftrag gegeben und erarbeitet. Eine von Stadtmarketing geforderte Einzelhandelskonzeption wurde durch die Stadtverwaltung in Auftrag gegeben, so dass auch hier solides Material über Idar-Oberstein vorliegt. Hieraus liegen uns unter anderem Daten über Kaufkraft, Bindungsquoten in einzelnen Segmenten, Szenarien zur Verkaufsflächenentwicklung und die räumlichen und funktionalen Entwicklungsmöglichkeiten von Idar-Oberstein vor.

Auf Basis der verschiedenen sehr umfangreichen und informativen Gutachten wurden eine Reihe von Maßnahmen entwickelt.

Bisheriger Höhepunkt der Stadtmarketingaktivitäten war die Erarbeitung unseres Stadtleitbildes: Über 100 Bürgerinnen und Bürger haben in sieben Arbeitskreisen erarbeitet, was in konkreten Leitlinien, Zielvereinbarungen und Maßnahmen zum Ausdruck gebracht wurde. Im März 2003 wurde das Stadtleitbild einstimmig vom Stadtrat beschlossen.

In der darauf folgenden Zeit wurde eine Reihe von Projekten realisiert: Der Idar-Obersteiner Geschenkgutschein, der Idar-Obersteiner Chip, ein Bauern- und Handwerkermarkt, ein Bonus-Heft, ein Führer der örtlichen Gastronomie und der Schmuckbetriebe im Einzelhandel, der Kundenzufriedenheitsmonitor, eine Gäste-Feedback-Karte, Beteiligung an Aktionen zum Thema Schaufenster, Beteiligung an Messen, Veranstaltungen und Vorträgen, dem rheinland-pfälzischen Städtenetz, und viele mehr. Und all das mit möglichst geringem personellen und finanziellen Einsatz. Natürlich liegen hier auch Restriktionen.

Im Dezember 2005 beschloss der Stadtrat als Konsequenz der verschiedenen Untersuchungen und Bestrebungen eine Sortimentliste, die nunmehr den Investoren Planungs- und Investitionssicherheit geben soll. Hier wurde definiert, welche Sortimente als zentrenrelevant angesehen werden und somit nicht mehr auf der Grünen Wiese angesiedelt werden dürfen.